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Einer der Favoriten für die Papstwahl: Dionigi Kardinal Tettamanzi

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Einer der Favoriten für die Papstwahl: Dionigi Kardinal Tettamanzi

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Der 71jährige Erzbischof von Mailand war vor drei Jahren an die Spitze der größten Diözese Europas berufen worden. Dazu gehören fast 5 Millionen Gläubige und 3.200 Priester. In dieser Diözese ist Tettamanzi auch aufgewachsen, dort hat er nach seiner Priesterweihe 1957 als Seelsorger gearbeitet.

Auf Grund seiner veröffentlichten Bücher gilt Tettamanzi als Experte für Bioethik, Sexualmoral und Familie. Dabei vertritt er ähnliche Positionen wie Johannes Paul II., der ihn 1998 von zum Kardinal erhoben hatte.

Anders als der polyglotte polnische Papst spricht der Italiener Tettamanzi aber nur italienisch. Das könnte als Nachteil gewertet werden. Ebenso sein Mangel an internationaler Erfahrung. Vor seiner Berufung nach Mailand war Tettamanzi Erzbischof von Genua. Dort äußerte er anlässlich der Proteste gegen den G8-Gipfel 2001 Verständnis für das Anliegen der Globalisierungskritiker – beschwor sie aber gleichzeitig, auf Gewalt zu verzichten. Das brachte ihm bei einem der Blätter aus dem Hause Berlusconi den Beinamen “der letzte Kommunist” ein. Im 20. Jahrhundert waren gleich zwei seiner Vorgänger aus der Diözese Mailand zu Päpsten gewählt worden: 1922 Pius XI. und 1963 Paul VI.