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EU-Finanzminister beraten über Aufteilung der Morris-Zahlungen

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EU-Finanzminister beraten über Aufteilung der Morris-Zahlungen

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Ein warmer Regen von Philipp Morris für die leeren Kassen der EU-Finanzminister: Mehr als eine Milliarde Euro zahlt der Zigaretten-Gigant insgesamt zehn EU-Staaten, darunter auch Deutschland, um einen Prozess wegen Beihilfe zu Schmuggel und Geldwäsche abzuwenden. Über die Aufteilung des Geldes unter den betroffenen Ländern beraten nun die Finanzminister mit dem EU-Kommissar für Betrugsbekämpfung, Siim Kallas.

Philip Morris hatte im vergangenen Juni der EU eine Entschädigungszahlung von insgesamt eineinviertel Milliarden Euro über einen Zeitraum von zwölf Jahren zugesagt, nachdem die Europäische Kommission in New York ein Gerichtsverfahrengegen das Unternehmen angestrengt hatte. Sie wirft ihm ebenso wie zwei weiteren Tabakkonzernen vor, den Zigarettenschmuggel in Europa zu unterstützen. Brüssel hatte zudem ein Verfahren wegen Geldwäsche nicht ausgeschlossen. Der Konzern hat der EU neben der Entschädigung verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen Schmuggel zugesagt.