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Französische Regierung wird in Wirtschaftsprognosen zurückhaltender

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Französische Regierung wird in Wirtschaftsprognosen zurückhaltender

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Gut sechs Wochen vor dem Referendum zur EU-Verfassung hat die Regierung in Frankreich ihre wirtschaftlichen Erwartungen gedämpft. Die positiven Impulse für das wirtschaftliche Wachstum und für die Lage auf dem Arbeitsmarkt würden sich langsamer einstellen als zunächst prognostiziert, hieß es offiziell in Paris.

Premierminister Jean-Pierre Raffarin, der mehrfach eine Senkung der Zahl der Erwerbslosen um zehn Prozent versprochen hatte, äußerte sich nun zurückhaltender. Die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt werde sich um einige Monate verzögern, sagte er in einem Zeitungsinterview. Die wirtschaftliche Situation Frankreichs wird sich im laufenden Jahr nicht wesentlich verbessern. Das Bruttoinlandsprodukt könnte sogar einen halben Prozentpunkt niedriger ausfallen als 2004. Unklar ist, ob Frankreich die Defizithürde erneut reißt oder nicht. Haushaltsminister Jean-François Copé erklärte die Aufschiebung der Regierungsziele mit dem hohen Ölpreis und dem schwachen Dollar. Beides bremse das Wirtschaftstempo ab. Die Arbeitslosigkeit werde womöglich erst Anfang 2006 sinken. Zur Begründung führte Copé aus, die Regierung habe ihre wirtschaftlichen Prognosen auf der Basis eines deutlich niedrigeren Ölpreises gemacht. Die Leidtragenden seien nun die Arbeitslosen.