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Lage bei Robver trotz Rettungsbemühungen aussichtslos

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Lage bei Robver trotz Rettungsbemühungen aussichtslos

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Beim zahlungsunfähigen britischen Autobauer MG Rover stemmen sich Gewerkschaften und Belegschaft verzweifelt gegen das endgültige Aus des Unternehmens. Im Stammwerk Longbridge bei Birmingham berieten die Beschäftigten über die Lage. Viel Hoffnung hegten sie dabei aber nicht.

Durch einen Kredit der Regierung wurden die Gehälter für diese Woche gesichert. Die Arbeitnehmervertreter wollen die Zeit nutzen, doch noch nach einer Rettung zu suchen, wie Gewerkschaftssprecher Tony Woodley erklärte. Allerdings räumte er ein, dass die Lage heute doppelt so schwierig sei wie vor fünf Jahren, als BMW sich aus Rover zurückzog. Die wirtschaftliche Situation ist in der Tat katastrophal. 2004 verkaufte Rover gerade Mal nur noch gut 100.000 Autos. Der Fehlbetrag für das laufende Jahr wird auf 145 Millionen Euro anwachsen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters verliert das Unternehmen jeden Tag eine Million Euro. Unterdessen ermahnte die EU-Kommission die britische Regierung, die Londoner Millionen-Hilfe zur Prüfung anzumelden. Grundsätzlich seien aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit öffentliche Hilfen verboten. Allerdings seien unter bestimmten Umständen, Rettungsmaßnahmen möglich, sagte ein Sprecher. Spekulationen, der chinesische Partner der Briten könnte sich doch noch zu der rettenden Übernahme Rovers entschließen, erwiesen sich indes als aussichtslos. Angesichts der Finanzlage des Unternehmens sei ein Engagement sehr unwahrscheinlich, sagte ein Sprecher der Shanghai Automotive Industry Corporation. Gewerkschaftsvertreter hatten einen Meinungsumschwung bei den Chinesen als einzige Hoffnung bezeichnet.