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Kommission fordert Aufstockung der Entwicklungshilfe

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Kommission fordert Aufstockung der Entwicklungshilfe

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Die Europäer sollten tiefer für die Entwicklungshilfe in die Tasche greifen, vor allem für Afrika. Die EU-Kommission, die ihre neue Entwicklungshilfe-Strategie vorlegte, schlägt eine Erhöhung von 20 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren vor.

Schon jetzt ist die EU der größte Geber von Entwicklungshilfe, doch selbst sie hinkt den Millenium-Zielen der Vereinten Nationen hinterher. Und das Geld reicht lange nicht, um Armut und insbesondere Kindersterblichkeit zu mindern – und damit mehr Stabilität zu schaffen, wie Entwicklungshilfekommissar Louis Michel bekräftigte. Immerhin: 2001 habe die Kommission die Politik und ein Aktionsprogramm gegen die drei Armutskrankheiten festgelegt: Gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria. 2004 habe sie bei der Bilanz über ihre Arbeit eine Vervierfachung ihrer Ausgaben für diesen Bereich vorweisen können, darunter eine deutlich gestiegene Finanzierung der Forschung. Derzeit geben die alten EU-Staaten im Schnitt 0,35 Prozent ihres Bruttosozialproduktes für Entwicklungshilfe aus – Schlusslicht ist Italien. Die Kommission schlägt eine Erhöhung auf 0,5 Prozent vor, für die neuen EU-Mitglieder dagegen weit weniger. Das UN-Ziel liegt bei 0,7 Prozent.