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Schicksalswahl im Baskenland begonnen

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Schicksalswahl im Baskenland begonnen

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Mit der Urnengang entscheiden heute die Wähler in der nordspanischen Unruheregion nicht nur über ihr neues Parlament, sondern auch über den umstrittenen Unabhängigkeitsplan ihres Ministerpräsidenten Juan Jose Ibarretxe. Im Falle eines Wahlsieges will er den von Madrid abgelehnten Plan weiter vorantreiben.

Zweitstärkste Kraft könnten laut Umfragen die Sozialisten unter Patxi Lopez werden und damit auf dem Wahlsieg ihrer spanischen Schwesterpartei aufbauen, noch vor der konservativen Parti Populaire, die die Unabhängigkeitspläne der Nationalisten strikt ablehnt. Der politische Arm der Untergrundbewegung ETA, die Partei Batasuna, darf bei den Wahlen nicht antreten. Sie forderte ihre Anhänger aber auf, für die kleine kommunistische Partei des Baskenlandes zu stimmen.

Sollten Ibarretxes Nationalisten stärkste Kraft werden, wollen sie ihren Unabhängigkeitsplan vorantreiben. Er sieht vor, dass sich das Baskenland mit seinen 2,1 Millionen Einwohnern weitgehend von Spanien trennt und nur noch über Assoziationsabkommen mit Madrid verbunden ist. Das spanische Parlament hat dieses Vorhaben aber vor gut zwei Monaten mit großer Mehrheit abgelehnt.