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Ölpreise sinken nach Opec-Ankündigung

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Ölpreise sinken nach Opec-Ankündigung

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Die Organisation Erdöl exportierender Länder hat angekündigt, ihre Produktion zu erhöhen. Die OPEC will wegen der erwarteten höheren Nachfrage laut informeller Einigung bald täglich 500.000 Barrel mehr fördern. Ein erstes Ergebnis dieser Bekanntgabe: Der US-Ölpreis ist mit der Aussicht auf die erhöhte Förderung gesunken. Er liegt mit 49,66 Dollar unter der 50-Dollar-Marke und sank damit so tief wie seit acht Wochen nicht mehr. Auch ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete mit 50, 52 Dollar deutlich weniger als noch vor einigen Wochen. Die zusätzliche Förderung der OPEC könnte schon ab dem kommenden Monat beginnen. Über eine offizielle Anhebung der Förderquote werde bei der nächsten Sitzung im Juni beraten, hieß es. Auf ihrem Treffen am vergangenen Wochenende hatten die G7-Finanzminister eindringlich vor den Gefahren eines hohen Ölpreises gewarnt. Öl sei das größte Konjunkturrisiko, sagte der deutsche Finanzminister Hans Eichel. Die sieben größten Industrieländer forderten bessere und beständigere Ölmarktdaten. Die außergewöhnlich hohen Preise für das schwarze Gold hatten die Einnahmen der Exportländern in die Höhe schnellen lassen. Jedoch nutzten die Staaten des Nahen Ostens oder Schwarzafrikas dieses finanzielle Plus nicht, um die Wirtschaft ihrer Länder voranzutreiben, kritisierte die Weltbank am Wochenende. Viele Länder würden es nicht schaffen, sich von der Dominanz des Erdöls zu lösen, um so auch neue Arbeitsplätze und mehr Wettbewerbsfähigkeit in anderen Bereichen zu schaffen.