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Großbritannien: Eltern verlieren Rechtsstreit um schwerkrankes Baby Charlotte

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Großbritannien: Eltern verlieren Rechtsstreit um schwerkrankes Baby Charlotte

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In Großbritannien haben die Eltern der schwerkranken Charlotte im Kampf um das Leben ihrer kleinen Tochter erneut eine juristiche Niederlage erlitten. Das Oberste Gericht in London bestätigte im Berufungsprozess ein Urteil vom Oktober, wonach die Ärzte das Mädchen beim nächsten Atemstillstand sterben lassen dürfen. Das drei Monate zu früh geborene Baby, das mittlerweile 18 Monate alt ist, musste bereits mehrmals wiederbelebt werden.

“Es wäre nicht in Charlottes Interesse, während einer sinnlosen und agressiven Behandlung zu sterben”, erklärte eine Sprecherin der behandelnden Ärzte. “Die Entscheidung stellt sicher, dass Charlotte weiterhin die bestmögliche Behandlung bekommt, ohne dass ihr Leiden verschlimmert wird”.

Eine Enttäuschung für die Eltern des Mädchens, auch wenn der Richter ankündigte, er werde sein Urteil in einigen Monaten möglicherweise nochmals auf den Prüfstand stellen. Der Anwalt der Eltern, Richard Stein, erklärte: “Der Richter war sehr besorgt über die unsichere Zukunft von Charlotte. Er ordnete eine weitere Beobachtung des Falls an. Und er ließ den Eltern die Möglichkeit offen, erneut in Berufung zu gehen – was diese ausdrücklich begrüßten.”

Charlotte hat das Krankenhaus seit ihrer Geburt im Oktober 2003 nie verlassen können. Nach Meinung der Ärzte hat das Mädchen, das neben schweren Atem- auch Nieren- und neurologische Probleme hat, keine Überlebenschancen.