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Jakarta: Koizumi erkennt japanische Kriegsverbrechen an

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Jakarta: Koizumi erkennt japanische Kriegsverbrechen an

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Beim Asien-Afrika-Gipfel in der indonesischen Hauptstadt Jakarta hat der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi sein tiefstes Bedauern über die Kriegsverbrechen seines Landes zum Ausdruck gebracht. Japan habe zahlreichen Ländern Asiens und deren Bevölkerung viel leid gebracht. Er bitte deshalb aufrichtig um Verzeihung, sagte Koizumi.

Ob es heute zu einem direkten Treffen zwischen dem chinesischen Staats- und Parteichef Hu Jintao und Koizumi kommt, ist bislang noch unklar. Hu Jintao sagte nach seiner Ankunft in Jakarta, er hoffe auf eine friedliche Lösung der gegenwärtigen Probleme, des Konflikts mit Japan und der Spannungen zwischen China und Taiwan. Seit Wochen protestieren in China zehntausende Menschen teils gewaltsam gegen Japan. Auslöser war die Entscheidung Tokios, erneut ein Schulbuch zuzulassen, in dem japanische Kriegsverbrechen verharmlost werden. Das chinesische Polizeiministerium hat unterdessen vor nicht genehmigten Protesten gewarnt. In den Abendnachrichten wurde eine Meldung verlesen, die zwar Verständnis für die Verärgerung der Chinesen zeigte, das Volk aber gleichzeitig aufforderte, die Lösung des Konflikts der Regierung zu überlassen.