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Spanien: Homosexuellen-Ehe spaltet das Land

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Spanien: Homosexuellen-Ehe spaltet das Land

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In Spanien hat das vom Parlament verabschiedete Gesetz über die Eheschließung von Homosexuellen heftige Kontroversen ausgelöst. Sollte es auch den Senat in Madrid passieren, können homosexuelle Paare in Zukunft nicht nur heiraten, sondern auch Kinder adoptieren. Vor dem Parlament jubelten Aktivisten, die für die Gleichstellung homosexueller Paare jahrelang gekämpft hatten.

Ehen homosexueller Paare würden mit dem Gesetz mit heterosexuellen rechtlich in jeder Hinsicht gleichgestellt werden, wie es in Europa bislang nur in den Niederlanden der Fall ist. In Belgien sind homosexuelle Eheschließungen ebenfalls legalisiert, allerdings ist schwulen und lesbischen Paaren die Adoption von Kindern noch nicht möglich, ebenso in Deutschland. Konservative christliche Gruppen haben eine halbe Million Unterschriften gegen das Gesetz gesammelt. “Statt sich um die Nöte der Familien zu kümmern, beschäftigt sich die Regierung mehr mit den Interessen einer Minderheit”, kritisiert etwa Aktivist Ignacio Arsuaga. Katholiken, Protestanten, Juden und Griechisch-Orthodoxe hatten sich zuvor in einer gemeinsamen Initiative gegen die Reform ausgesprochen. Auch der verstorbene Papst Johannes Paul II. hatte das Vorhaben scharf kritisiert.