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30 Jahre Frieden: Vietnam gedenkt des Endes des Vietnam-Krieges 1975

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30 Jahre Frieden: Vietnam gedenkt des Endes des Vietnam-Krieges 1975

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Vietnam begeht am Samstag den 30. Jahrestag des Endes des Vietnam-Krieges. Den Sieg über die US-Truppen bezeichnete Ministerpräsident Phan Van Kai als “einen der großartigsten Siege des 20. Jahrhunderts”.

Die ehemalige südvietnamesische Hauptstadt Saigon, die 1976 in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt wurde, schmückt sich für die große Parade. Die Stimmung ist weniger martialisch als in vergangenen Jahren: “Ich bin nach Kriegsende geboren. Ich bin stolz auf den Erfolg unserer Vorfahren”, meint ein Jugendlicher. Veteranen sind von Stolz erfüllt. “Als ich damals von der Befreiung Saigons erfuhr, weinte ich”, erinnert sich ein ehemaliger Vietcong. Die junge Generation blickt in die Zukunft: “Das Leben ist nicht mehr so hart. Mit unseren Studien können wir uns jetzt darauf konzentrieren, die Zukunft Vietnams zu bauen”, hoffte eine Studentin. Am 30. April 1975 hatte der amerikanische Botschafter Graham Martin mit dem letzten US-Hubschrauber Saigon verlassen. Mehrere hundert Vietnamesen ließen die Amerikaner auf dem Botschaftsgelände zurück. Knapp sechs Stunden später durchbrach Panzer 360 die Tore des südvietnamesischen Präsidentenplastes. Nach 30 Jahren war der Vietnamkrieg zu Ende.