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Großbritannien: Blair rückt im Wahlkampf Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt

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Großbritannien: Blair rückt im Wahlkampf Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt

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Knapp eine Woche vor der Parlamentswahl in Großbritannien rückt Premierminister Tony Blair im Wahlkampf die Wirtschaftspolitik und damit die Erfolge seiner Labour-Partei wieder in den Mittelpunkt. Ein Versuch, die Negativ-Schlagzeilen der letzten Tage zum Thema Irak-Krieg zu beenden: “Es sind noch sechs Tage, sechs Tage, die über die Zukunft unseres Landes entscheiden. Diese Entscheidung ist fundamental wichtig für eine Labour-Regierung, die die Stabilität der Wirtschaft garantiert.”

“Wischt Blair am fünften Mai sein Grinsen vom Gesicht”, fordert dagegen die konservative Opposition auf Plakaten die Wähler auf. Umfragen bestätigen diesen Wunsch nicht – da liegt Labour zwischen vier und zehn Prozentpunkten vor den Tories. Tory-Chef Michael Howard weiß, dass Blair mit seiner New-Labour-Politik viele klassisch konservative Felder besetzt hat. Und auch mit dem Thema Irak konnte Howard nicht punkten – die Konservativen hatten den Irakkrieg ebenfalls unterstützt. Was die Ehrlichkeit der Politiker im Wahlkampf angeht, liegt Umfragen zufolge der Chef der Liberalen Charles Kennedy vorn. Nur 22 Prozent der Briten glauben, dass Kennedy lügt, um am 5. Mai besser abzuschneiden. Dagegen verdächtigen 58% der Befragten Tony Blair, im Wahlkampf die Unwahrheit zu sagen. Und auch Michael Howard kommt mit 51% nicht gerade gut weg.