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Historische Begegnung: China und Taiwans Opposition vereinbaren Kooperation

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Historische Begegnung: China und Taiwans Opposition vereinbaren Kooperation

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Mit einem Händedruck haben Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao und der Vorsitzende der taiwanischen Kuomintang-Partei Lien Chen ihre Feindschaft beendet. Lien ist der erste Kuonmintang-Vorsitzende seit 60 Jahren, der die Volksrepublik China besuchte. Hu Jintao empfing Lien in der Großen Halle des Volkes in Peking. Damit besiegelte er das Versprechen, wieder Beziehungen zum einstigen Bürgerkriegs-Gegner aufzunehmen.

Man könne die Vergangenheit nicht ändern, aber die Chancen der Zukunft ergreifen, sagte Hu bei dem Treffen. Lien rief zu Aussöhnung und Dialog zwischen China und Taiwan auf. Anders als der taiwanische Präsident, der für die Unabhängigkeit der Insel eintritt, befürwortet Lien als Anführer der Opposition eine Wiedervereinigung mit einem demokratischen China. In einem gemeinsamen Kommunique haben sich Hu Jintao und Lien Chen gegen die Unabhängigkeit Taiwans ausgesprochen und eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Die taiwanische Regierung zeigte sich allerdings enttäuscht von dem Treffen. Es habe keine Entspannung gebracht, hieß es, Lien Chen habe es versäumt, die Anliegen der Taiwaner in Peking klar zu machen. In Taiwan wird Lien vielfach als Verräter betrachtet, der der chinesischen Politik der Wiedervereinigung in die Hände spielt. Die taiwanische Regierung zeigte sich denn auch enttäuscht von dem Treffen. Es habe keine Entspannung gebracht, hieß es, Lien Chan habe es versäumt, die Anliegen der Taiwaner in Peking klar zu machen.