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Kuomingtang und Kommunisten - ein Blick in Chinas jüngere Geschichte

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Kuomingtang und Kommunisten - ein Blick in Chinas jüngere Geschichte

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Zueinandergefunden hatten die 1921 gegründete kleine Kommunistische Partei und die Kuomintang zu Beginn der 20er Jahre in Schanghai. Die Komintern hatte von Moskau aus fleißig mitgemischtDie Kommunisten unter Mao tse Tung konnten so aus ihrer Isolisierung herausfinden. Berater aus Moskau stärkten ihre Position.Doch dann starb 1925 Kuominntang-Gründer Sun Yat-sen.Beim Kampf um die Nachfolge trug Tschiang Kai-schek den Sieg davon.Er verbot die Kommunistische Partei und liess ein Blutbad unter ihrer ihren Kadern anrichten.1934 brachen die aus den Städten vertriebenen Kommunisten unter Mao zu ihrem legendären langen Marsch auf. Was als Flucht vor Tschiang Kai-schek begonnen hatte endete für Mao mit der Stärkung seiner Führungsposition in der KP.

Nach dem japanischen Überfall 1937 fanden die feindlichen Brüder wieder zusammen – zu einem Zweckbündnis bis zum Ende des II.Weltkriegs.Als die Alliierten nach dem Krieg auf parlamentarische Verhältnisse in China drängten, wurde Tschinag Kai-schek zum Präsidenten der verfassungsgebenden Nationalversammlung gewählt. Wieder kam es zum Bruch. Aber diesmal zum Vorteil der Kommunisten. Nach vier Jahren Bürgerkrieg zogen sie als Sieger in die Hauptstadt ein und zwangen Tschang Kai-schek und die seinen zum Rückzug auf die Insel Taiwan.Am 1. Oktober 1949 proklamierte Mao die Volksrepublik China und betrachtete fortan Taiwan als “abtrünnige Provinz”.Auf die volle internationale Anerkennung musste die Volksrepublik allerdings bis 1971 warten, bis zum historischen Platzwechsel in Vollversammlung und Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Den vorläufig letzten Zusammenstoß der beiden Chinas auf politischer Ebene gab es am 14. März 2005. Da beschloß das Parlament in Peking das sogenannte Anti-Sezessions-Gesetz. Es sieht den Einsatz von Gewalt als mögliche Option vor, sollte jemals Taiwan es wagen, sich unabhängig zu erklären.