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Ägypten: Zahlreiche Verletzte bei zwei Anschlägen gegen Touristen

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Ägypten: Zahlreiche Verletzte bei zwei Anschlägen gegen Touristen

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In Kairo sind heute zwei Anschläge verübt worden. Bei einem Attentat nahe dem ägyptischen Museum kam ein Mann ums Leben. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um den Attentäter, der mit einem Sprengsatz von einer nahe gelegenen Brücke gesprungen war. Er soll auch an der Planung des Selbstmordanschlags auf einem Bazar in Kairo am 7. April beteiligt gewesen sein. Damals waren drei Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Menschen wurden bei der Explosion verletzt, darunter auch Touristen, unter anderem aus Italien, Israel oder Kanada. Der Platz neben dem ägyptischen Museum im Zentrum Kairos gilt als Anziehungspunkt für Ägypten-Besucher.

Wenig später wurde ein Touristenbus in der Nähe der Zitadelle von Kairo von zwei verschleierten Frauen beschossen. Sie verfehlten ihr Ziel jedoch. Eine der Attentäterinnen wurde von der anderen getötet, die danach offenbar versuchte, sich selbst zu erschießen – sie überlebte jedoch verletzt. Beide Frauen sollen mit dem Selbstmordattentäter vom 7. April, einem 18-jährigen Studenten, verwandt gewesen sein. Noch hat sich keine Gruppierung zu den Attentaten bekannt. Experten gehen jedoch davon aus, dass es sich um eine lokale Terrorzelle handelt, nicht um eine jener Organisationen, die in den neunziger Jahren zahlreiche Attentate gegen Touristen verübt hatten.