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EU-Kommission fordert Millionen an Agrarförderung zurück

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EU-Kommission fordert Millionen an Agrarförderung zurück

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Mehrere EU-Mitgliedstaaten haben Agrargelder in Höhe von fast 278 Millionen Euro missbräuchlich verwendet und müssen sie zurückzahlen. Das hat die Europäische Kommission beschlossen. In der Begründung heißt es, die betroffenen Länder hätten die Verwendung der Gelder nicht ordentlich kontrolliert oder EU-Vorschriften über Agrarausgaben nicht eingehalten. Die Mitgliedstaaten sind für die Auszahlung und Prüfung praktisch aller Agrargelder zuständig.

Betroffen ist beispielsweise Italien, das rund 69 Millionen Euro zurückzahlen muss. Die Kommission wirft dem Land vor, die Obergrenze für die Erzeugung von Olivenöl in den vergangenen Jahren überschritten zu haben. Spanien soll insgesamt fast 135 Millionen Euro zurückzahlen. Ihm werden erhebliche Mängel im Kontrollsystem für den Flachs- und auch den Hanfsektor vorgeworfen. In Frankreich ist der Bananensektor betroffen – auch hier kritisiert die EU-Kommission große Mängel im Kontrollsystem und verlangt rund 18,5 Millionen Euro zurück. Für Deutschland beläuft sich der zurückgeforderte Betrag auf knapp 18 Millionen Euro. Außerdem betroffen sind Belgien, Dänemark, Griechenland, die Niederlande, Portugal und Großbritannien.