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Vietnam: Feiern zum Jahrestag des Kriegsendes mit Massenparade

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Vietnam: Feiern zum Jahrestag des Kriegsendes mit Massenparade

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Mit einer farbenprächtigen Parade hat Vietnam den 30. Jahrestag des Kriegsendes gefeiert. In Ho-Chi-Minh-Stadt, dem ehemaligen Saigon, hatten sich rund 50.000 Zuschauer eingefunden, darunter auch General Giap, der damalige nordvietnamesische Kommandant. Am 30. April 1975 waren die kommunistischen Truppen einmarschiert und hatten den endgültigen Sieg des Nordens über den von den USA unterstützten Süden gebracht – für die Vietnamesen heute noch ein Meilenstein ihrer Geschichte. “Dieser Sieg über die USA um den Süden zu befreien ist unser ganzer Stolz”, sagt ein ehemaliger Vietnam-Soldat, “vor allem für Veteranen wie mich.” Und ein jüngerer Soldat verweist auf den wrtschaftlichen Aufschwung des Landes – und auf die freundliche Bevölkerung: “Die modernen Vietnamesen sind wunderbare Menschen, die zu jedem anderen nett sind, egal welche Nationalität er hat.”

Bilder des kommunistischen Generals Ho Chi Min dominierten die Parade – noch heute ist er in Vietnam ein Nationalheld. Das Land steht vor einem wirtschaftlichen Aufschwung. Zwar zählt es derzeit noch zu den ärmsten Regionen der Welt; die Asiatische Entwicklungsbank jedoch prophezeit ihm ein jährliches Wirtschaftswachstum von mehr als sieben Prozent. Bei der diesjährigen Parade fehlte das sonst übliche schwere militärische Gerät – stattdessen sah man auf vielen Umzugswagen Werbung. Beobachter werten dies als Zeichen dafür, dass die kommunistische Regierung in Hanoi den eingschlagenen Weg der wirtschaftlichen Öffnung fortsetzen will.