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Vietnam gedenkt des Kriegsendes vor 30 Jahren

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Vietnam gedenkt des Kriegsendes vor 30 Jahren

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Am frühen Samstagmorgen begannen in Ho-Chi-Minh-Stadt, das bis 1976 Saigon hieß, die offiziellen Feierlichkeiten. Die Sozialistische Republik Vietnam erinnert damit an den Einmarsch der kommunistischen Truppen am 30.April 1975 in Saigon. Sie markierten den endgültigen Sieg des Nordens über den von den USA unterstützten Süden.

In dem mehr als zehn Jahre dauernden Krieg kamen zwei Millionen Vietnamesen und fast 600.000 US-Soldaten ums Leben. Den Auftakt zum 30. Jahrestag machte am Abend ein Feuerwerk. Dazu spielte seichte amerikanische Musik, eine Erinnerung an frühere Zeiten. Auch heute sind die Unterschiede zwischen beiden Landesteilen sichtbar. Ho-Chi-Minh-Stadt ist die moderne, aufgeschlossene Stadt geblieben, die Hauptstadt Hanoi im Norden hat sich einen gewissen sozialistischen Charme bewahrt. Weltweit zählt Vietnam immer noch zu den ärmsten Ländern, fast ein Viertel der 80 Millionen Einwohner muss mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Gleichzeitig erlebte das Land in den letzten fünf Jahren einen wirtschaftlichen Aufschwung und hofft in diesem Jahr endlich Mitglied in der Welthandelsorganisation zu werden.