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Zwickmühle für Scharon vor Beginn des Siedlerabzugs

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Zwickmühle für Scharon vor Beginn des Siedlerabzugs

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Bei einem Schusswechsel im Westjordanland sind in der Nähe von Tulkarem ein israelischer Soldat und ein Palästinenser getötet worden. Das israelische Militär suchte im Dorf Seideh nach mehreren Militanten, die an einem Selbstmordanschlag im Februar in Tel Aviv beteiligt gewesen sein sollen. Der getötete Palästinenser war einer der Gesuchten und vor einigen Wochen aus der Haft geflohen.

Unterdessen ist der israelische Jerusalem-Minister Nathan Scharanski aus Protest gegen den geplanten Abzug aus dem Gazastreifen zurückgetreten. Scharanski begründete seinen Schritt damit, dass die Regierung von Ministerpräsident Ariel Scharon den Palästinensern zu viele Zugeständnisse gemacht und den Rückhalt in der eigenen Bevölkerung verloren habe. Kompromisse im Friedensprozess sollten nach Ansicht Scharanskis stärker an Fortschritte der Demokratie bei den Palästinensern geknüpft werden. Scharon bedauerte den Schritt des früheren sowjetischen Dissidenten. Rechtsorientierte israelische Politiker begrüßten dagegen den Rücktritt als Sieg für das Lager der Abzugsgegner. Scharon will im Sommer 25 Siedlungen im Gazastreifen und im Westjordanland räumen lassen.