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Arbeitslosenzahl in Eurozone gestiegen

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Arbeitslosenzahl in Eurozone gestiegen

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Die schwache Konjunktur hat in der Eurozone die Arbeitslosenzahl steigen lassen. Nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat kletterte die Quote in den zwölf Ländern der Eurozone im März auf 8,8 Prozent. In der EU der 25 blieb die Arbeitslosenquote im März im Vergleich zum Vorjahresmonat konstant bei 8,9 Prozent. Am höchsten ist die Quote in Spanien, gefolgt von Europas größten Volkswirtschaften Frankreich und Deutschland. Die niedrigsten Quoten wiesen Österreich und Irland auf. Die österreichische Regierung macht für ihre dennoch steigende Arbeitslosenzahl auch den Zustrom deutscher Gastarbeiter verantwortlich. Nach Auffassung von Rodrigo Rato, Direktor des Internationalen Währungsfonds, könnte sich die Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr 2005 erholen. Dennoch empfahl er den Europäern Arbeitsmarktreformen und eine Senkung der Staatsdefizite, um gegen die steigende Arbeitslosigkeit vorzugehen. Nach Ansicht von Wirtschaftsforschern mehren sich in der Eurozone die Zeichen für einen konjunkturellen Abschwung. Vor allem der starke Euro bremse die Industrie-Exporte. Die hohe Arbeitslosenzahl gilt als eines der größten Hindernisse für ein schnelleres Wachstum. Außerdem stiegen in den vergangenen Wochen erneut die Produktionskosten der Unternehmen, das Konsumklima verschlechterte sich.