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Blairs Wahlsieg gilt als so gut wie sicher

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Blairs Wahlsieg gilt als so gut wie sicher

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Zwei Tage vor den Parlamentswahlen in Großbritannien scheint die Bevölkerung nicht in der Stimmung für einen Machtwechsel zu sein. Ein dritter Wahlsieg von Premierminister Tony Blair gilt als so gut wie sicher. Jüngsten Negativschlagzeilen zum trotz, die noch einmal seine Begründung für den Irakkrieg als fadenscheinig entlarvten, kommen konservative Tories und Liberaldemokraten nicht an die Umfragewerte für Blairs Labour-Party heran. Es ist ein ganz auf seine Person zugeschnittener Wahlkampf. Und Blair versteht es, sich rhetorisch geschickt als einzige Antwort zu präsentieren.

Innenpolitische Eckpunkte seines Wahlprogramms sind weitere Reformen im Gesundheitswesen und im öffentlichen Dienst, sowie eine stabile Zinspolitik. Blair will ein Referendum über die EU-Verfassung abhalten und sein Land noch nicht in die Euro-Zone führen. Außerdem bereitet er die Bevölkerung bereits darauf vor, dass britische Truppen noch bis zu zwei Jahre lang im Irak bleiben werden. Die konservativen Tories um Michael Howard können dagegen kaum Alternativen bieten und kündigen nur lustlos an, die Verschwendung der Regierung Blair zu beenden. Spannend könnte allein das Abschneiden der Liberaldemokraten um Charles Kennedy werden. Mit ihrer Ablehnung des Irakkrieges und der Ankündigung einer 50-Prozent-Steuer für Reiche sorgten sie für frischen Wind im britischen Wahlkampf.