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Bush zeigt Kompromissbereitschaft bei Reform des Rentensystems

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Bush zeigt Kompromissbereitschaft bei Reform des Rentensystems

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Noch arbeiten sie. Doch wenn die sogenannte Babyboomer-Generation in den USA vom Jahr 2018 an aus dem Arbeitsleben ausscheidet, könnte es eng im amerikanischen Rentensystem werden. Das zumindest befürchtet die Regierung von Präsident George W. Bush. Seit mehreren Wochen ist er deshalb im Land unterwegs, um für seine Reform des Rentensystems zu werben. Erstmals zeigte er sich nun zu Zugeständnissen bereit. Seine Reform sehe vor, so Bush, dass Renten niedriger Gehaltsgruppen an die Einkommensentwicklung gebunden werden, während die hoher Einkommensgruppen an die stabile Inflation gekoppelt werden. Das sei nurmehr fair und eine noble Herausforderung für die Vereinigten Staaten von Amerika. Im Kongress in Washington gibt es erhebliche Widrstände gegen die Reformpläne von Bush, auch unter den Republikanern. Ihnen gilt das Rentensystem als unantastbar. Die Reform der “Social Security” sieht eine Teilprivatisierung der Rente vor. Bush will einen Teil der Rentenbeiträge, bis zu vier Prozent des Einkommens, künftig nicht mehr in die Rentenversicherung, sondern in persönliche Alterssicherungsfonds in Form von Aktien, Anleihen und Geldmarktprodukten einzahlen lassen. Nach Ansicht von Wirtschaftsexperten sind die Befürchtungen der Regeirung unberechtigt: Mindestens bis 2042 gebe es keinerlei Zahlungsschwierigkeiten, sagen sie.