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EZB lässt Leitzins in Eurozone unverändert

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EZB lässt Leitzins in Eurozone unverändert

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Der Rat der Europäischen Zentralbank hat bei seiner Sitzung in Berlin die Leitzinsen in der Eurozone unverändert bei zwei Prozent belassen. Damit wird sich die Zinsschere zwischen der Eurozone und den USA weiter öffnen. Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins zuvor auf drei Prozent erhöht, er soll weiter steigen. In Berlin hieß es, derzeit gebe es angesichts der schlechten Konjunkturdaten keinen Spielraum für Zinserhöhungen. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sagte, in den vergangenen Monaten hätten sich die Risiken für ein vermindertes Wachstum, vor allem wegen der hohen Ölpreise, bestätigt. Forderungen nach Zinssenkungen angesichts der alarmierenden Wirtschaftsdaten wies Trichet zurück. Er halte die Bedingungen für ein stärkeres Wachstum aber weiterhin fürgegeben. Die Inflationsrate wird nach Trichets Einschätzung in den kommenden Monaten auf dem derzeitigen Stand von 2,1 Prozent bleiben. Die EZB will mit ihrer Politik der ruhigen Hand wohl vor allem die Ausgabebereitschaft der Verbraucher stärken und den Unternehmen Investitionen erleichtern. Wirtschaftswissenschaftler rechnen mit einem Zinsschritt frühestens zum Jahresende.

Die EZB sieht wegen des starkenGeldmengenwachstums in einigen Ländern Gefahren für die Preisstabilität und will deshalb die Zinsen eher erhöhen.