Eilmeldung

Eilmeldung

EU-Asien-Gipfel in Kyoto

Sie lesen gerade:

EU-Asien-Gipfel in Kyoto

Schriftgrösse Aa Aa

Nordkoreas Atomprogramm und die Menschenrechte in Birma stehen auf dem Programm des EU-Asien-Gipfels im japanischen Kyoto.

Vertreter von zehn Ländern des Verbandes Südostasiatischer Staaten, Japans, Chinas, Südkoreas und der EU-Mitglieder nehmen an dem zweitägigen Treffen teil. Japans Außenminister Nobutaka Machimura äußerte, den Druck auf Nordkorea erhöhen zu wollen und möglicherweise den UN-Sicherheitsrat anzurufen. Hintergrund ist die Erklärung Pjöngjangs vom vergangenen Februar, Atomwaffen zu besitzen und der Rückzug Nordkoreas von Gesprächen über sein Nuklearprogramm. Die Menschenrechtssituation in Birma stellt ein ebenso schwieriges Thema dar. Die EU verlangt von dem Land, mehrere politische Gefangene frei zu lassen, insbesondere auch die Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Benita Ferrero-Waldner, EU-Kommissarin für Außenbeziehungen und Nachbarschafts-politik, äußerte zum Birma-Problem: “Wir werden hart bleiben bei der Frage der Freilassung der politischen Gefangenen und verlangen, dass die Nationalversammlung allen Parteien offen steht.” Sollte das Land Kooperationsbereitschaft zeigen, stellte Ferrero-Waldner die Erhöhung von EU-Finanzhilfen in Aussicht. Zur Nordkorea-Frage sagte die Kommissarin, die Verhandlungen mit Nord- und Südkorea, den USA, Russland, China und Japan müßten wieder aufgenommen werden. Der EU-Asien-Gipfel ist eines der wenigen überregionalen Kooperationstreffen ohne die Vereinigten Staaten. Die Teilnehmerländer machen 60 Prozent des Welthandels aus.