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Großbritannien hat eine neue Regierung - mit vielen alten Gesichtern

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Großbritannien hat eine neue Regierung - mit vielen alten Gesichtern

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Für seine dritte Amtszeit hat der britische Premierminster Tony Blair die Schlüsselposten in seinem Kabinett beibehalten, an anderer Stelle nahm er lediglich Umbesetzungen vor. Gordon Brown, der als Nachfolger Blairs gilt, bleibt für die Finanzen zuständig, die Minister für Inneres und Äußeres behalten ebenfalls ihrer Ämter. John Reid wechselt vom Gesundheitsressort ins Verteidigungsministerium.

Dort muss Geoff Hoon seinen Platz räumen, bleibt aber als Mehrheitsführer im Unterhaus Kabinettsmitglied. Beobachter werten diese Umbesetzung als Blairs Konsequenz aus seiner Irakpolitik. Schwere Aufgaben warten nach dem Sieg der Hardliner bei den Unterhauswahlen in Nordirland auf den dafür zuständigen Minister Peter Hain. Mit David Blunkett als neuen Arbeitsminister holt Blair einen engen Vertrauten ins Kabinett zurück. Blunkett, früherer Innenminister, war vergangenes Jahr wegen einer Liebesaffäre zurückgetreten. Nach seinem Wahlsieg kündigte Blair an, die wahren Probleme Großbritanniens anzugehen: “Das Schöne an Wahlen ist, daß man ins Land hinauszieht und mit den Menschen spricht. Woche für Woche. Ich habe zugehört und ich habe verstanden. Ich habe eine klare Vorstellung von dem, was das britische Volk jetzt in unserer dritten Legislaturperiode erwartet.” Blair fügte hinzu, er wisse, daß der Irak-Krieg das Land gespalten habe, aber er hoffe, daß man diese Spaltung überwinden werde. Die Labour-Partei hatte bei den Unterhauswahlen am Donnerstag trotz empfindlicher Einbußen einen historischen Sieg errungen. Erstmals in der 105-jährigen Parteigeschichte glückte ein dritte Wahlsieg in Folge.