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Spanien: Genehmigungsverfahren für illegale Einwanderer weiterhin umstritten

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Spanien: Genehmigungsverfahren für illegale Einwanderer weiterhin umstritten

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In Spanien sorgt das außerordentliche Genehmigungsverfahren für illegale Zuwanderer auch nach seinem Abschluss weiterhin für Wirbel. Mit Hilfe des dreimonatigen Programms, das Samstagabend auslief, beantragten rund 700 000 Menschen eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.

Nach Ansicht der sozialistischen Regierung, die mit dem Verfahren gegen die Schwarzarbeit vorgehen wollte und mit zusätzlichen Steuereinnahmen rechnet, ist das Programm ein voller Erfolg. Neun von zehn illegalen Einwanderern seien in die Legalität geholt worden, erklärte Arbeitsminister Jesús Caldera. Die konservative Opposition sieht das ganz anders. Die frühere Gesundheitsministerin Ana Pastor nannte das Verfahren eine Farce, zahlreiche Papiere seien gefälscht, nur ein Bruchteil der Antragssteller habe wirklich einen Job. Und noch immer gebe es rund eine Million illegale Einwanderer in Spanien. Um das Bleiberecht zu erhalten, hatten die Einwanderer mehrere Bedingungen zu erfüllen, unter anderem mussten sie einen Arbeitsvertrag über mindestens sechs Monate vorlegen.