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Abzug aus Gaza verzögert sich


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Abzug aus Gaza verzögert sich

Der geplante Abzug der israelischen Siedlungen aus dem Gazastreifen verzögert sich um drei Wochen. Er wird nicht, wie bisher vorgesehen, Mitte Juli durchgeführt, sondern erst im August, kündigte Ministerpräsident Ariel Scharon an. Grund dafür sei eine traditionelle jüdische Trauerzeit im Juli. Außerdem knüpfte Außenminister Silvain Schalom eine Bedingung an den Abzug: Wenn die radikal-islamische Hamas die anstehenden Palästinenser-Wahlen im Juli gewinne, werde die israelische Regierung den Plan noch einmal überdenken, sagte er.

Anlässlich der Siegesfeiern in Moskau kamen unterdessen Vertreter des Nahost-Quartetts, also Russlands, der USA, der UNO und der EU zusammen. “Dies ist ein hoffnungsvoller und vielversprechender Moment”, sagte UN-Generalsekretär Kofi Annan. “Sowohl für die Palästinenser als auch für die Israelis. Beide verdienen die volle Unterstützung der internationale Gemeinschaft. Und wir bestätigen unsere Unterstützung des israelischen Rückzugsplan aus dem Gazastreifen und Teilen des Westjordanlandes.”

In der Jerusalemer Altstadt kam es zu Ausschreitungen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Nach Gerüchten, radikale jüdische Siedler wollten auf den Tempelberg vordringen, hatten sich bis zu 1000 Palästinenser in der Al-Aksa-Moschee verbarrikadiert. Daraufhin schränkte die Polizei den Zugang dorthin ein.

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