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Der Weg zu mehr Stabilität im Irak bleibt steinig.

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Der Weg zu mehr Stabilität im Irak bleibt steinig.

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Einen Tag, nachdem die neue Regierung in Bagdad eigentlich stehen sollte, fehlt Ministerpräsident Ibrahim Jaafari doch noch ein Kabinettsmitglied. Nach monatelangen Beratungen hatte das Parlament gestern die fünf noch fehlenden Minister und einen Vizeministerpräsidenten im Amt bestätigt. Doch der designierte Minister für Menschenrechte spielte nicht mit. Hisham al-Schibli nahm das Amt nicht an. Er habe seine Entscheidung aus zwei Gründen getroffen: Erstens habe er den Job zugeteilt bekommen, ohne dass ihn vorher jemand gefragt habe und zweitens habe er im Fernsehen gehört, dass er den Posten nur deswegen bekommen habe, weil er ein Sunnit sei.

Die Gewalt im Irak reißt nicht ab. Fast täglich versuchen Aufständische die Situation im Land weiter zu destabilisieren. Am Montagmorgen starben bei einem Autobombenanschlag in Bagdad drei Polizisten. Am Wochenende kamen acht amerikanische Soldaten ums Leben. Unterdessen reiste der höchste islamische Geistliche Australiens, Scheich Tay Al Hilaly, in den Irak. Dort will er sich für die Freilassung seines Landsmannes Douglas Wood einsetzen, der seit dem 1. Mai in der Hand irakischer Geiselnehmer. Sie verlangen den Rückzug der australischen Truppen aus dem Land binnen 72 Stunden. Das Ultimatum läuft am frühen Dienstagsmorgen australischer Zeit aus.