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Russland feiert den 60. Jahrestag des Kriegsendes.

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Russland feiert den 60. Jahrestag des Kriegsendes.

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US-Präsident George W. Bush und seine Frau Laura sind bereits gestern Abend in Moskau angekommen. Sie wurden vom russischen Präsidenten Putin auf dessen Datscha in der Nähe der russischen Hauptstadt empfangen. Die beiden Politiker zeigten sich betont gelöst und bekräftigten die Bedeutung ihrer bilateralen Beziehungen. Doch hinter den Kulissen war die Stimmung wohl etwas angespannter.

Bush hatte zuvor bei seinem Besuch im Baltikum für Misstimmung in Moskau gesorgt, als er die sowjetische Expansionspolitik kritisiert und Russland gemahnt hatte, sich ein Beispiel an den jungen Demokratien Litauen, Lettland und Estland zu nehmen. Nach dem Treffen fuhren beide Politiker noch eine Runde in einem russischen Oldtimer der Marke Wolga. Bush saß hinter dem Lenkrad, aber Putin schaltete für den Amerikaner, der Automatik-Getriebe gewöhnt ist.

Diese Fahrt dürfte Putin besser gefallen als diejenige, die Bush am Montagabend nach Georgien unternimmt. Dort wird er Präsident Michail Saakaschwili treffen, der im Jahr 2003 durch die sogenannte “Rosenrevolution” an die Macht gekommen war. In Tiflis laufen die Vorbereitungen für den Besuch bis zuletzt auf Hochtouren. Saakaschwili hatte eine Einladung Putins zur Siegesfeier in Moskau abgelehnt. Zu tief seien die Differenzen über den Abzug der russischen Militärstützpunkte aus Georgien, so die Begründung.