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Moskau feiert 60. Jahrestag des Kriegsendes

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Moskau feiert 60. Jahrestag des Kriegsendes

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Sechzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ein Feuerwerk über den Dächern des Kreml – im Zeichen der Versöhnung hat Russland am Montag mit früheren Verbündeten und Gegnern dieses historische Datum gefeiert. Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete die Aussöhnung mit dem früheren Kriegsgegner Deutschland als eine der wertvollsten Errungenschaften im Nachkriegseuropa. 27 Millionen Russen ließen im Zweiten Weltkrieg ihr Leben. An den Feiern nahmen auch rund 10.000 Veteranen teil.

Zum ersten Mal saß mit Gerhard Schröder ein deutscher Regierungschef bei der Parade mit auf der Tribüne. Die Marschmusik und das Lied “Tag des Sieges” trieben vielen Veteranen die Tränen in die Augen. 2.500 von ihnen nahmen zusammen mit 7.000 Soldaten der russischen Armee an der Parade teil. Schröder legte im Gedenken an die gefallenen deutschen Soldaten einen Kranz auf einem Moskauer Soldatenfriedhof nieder. Nach der Parade legten die 50 Staats- und Regierungschefs, die für die Gedenkfeiern angereist waren, rote Nelken am Grab des unbekannten Soldaten an der Kreml-Mauer nieder. Anschließend lud Putin zu einem Empfang ein.

In ganz Moskau galten angesichts befürchteter Terroranschläge auf die Feiern strengste Sicherheitsmaßnahmen. Trotz der demonstrierten Einigkeit gingen die Kontroversen der Vortage über die Rückschritte der Demokratie in Russland und die Rolle der stalinistischen Sowjetunion im Nachkriegseuropa weiter.