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Europa-Tag in Cannes: Wie Europas Filme besser unter's Publikum bringen?

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Europa-Tag in Cannes: Wie Europas Filme besser unter's Publikum bringen?

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Der Ruhm kommt schon von allein, für den, der es bis nach Cannes geschafft hat. Doch wie Europas Filme besser ins Rampenlicht bringen? Die große Frage beim Europa-Tag der Festspiele. EU-Kulturminister, Filmemacher und Produzenten tauschten sich an der Croisette darüber aus, wie sie die neue Technik besser nutzen können, zum Beispiel Video on Demand.

Die Chance, meint Produzent Christophe Rossignon: “Sie können aus der Ferne bestellen, Sie gehen einfach auf eine Webseite, die Ihnen alle Filme bietet, denn für die Anbieter ist es egal, ob sie 1000 oder 5000 reinstellen – das ist nur eine Frage der Speicherkapazität. Und mit einer einfachen Suchanfrage können Sie selbst ihren unbekannten italienischen oder belgischen Film herunterladen. Im Supermarkt bekämen Sie den niemals.” Ungeachtet aller Internet-Piraten: Auch viele Filmemacher, denen oft das Geld für Werbung für ihre Filme fehlt, sehen im Vertrieb via Web die Zukunft: Der britische Regisseur Michael Winterbottom, Ehrengast beim Europatag, meint: “Selbst wenn Filme ähnlich wie Bücher von Internethändlern wie Amazon versandt werden, wo man Tausende von Büchern bekommen kann, selbst solche, die nicht mehr verlegt werden: Es wäre genial, wenn man zusätzlich jeden Film, den man sehen will, einfach online anschauen kann.”

Nicht nur die neue Technologie – auch die EU hilft ein bisschen nach mit ihrer Filmförderung und ihrem MEDIA-Preis für junge Talente. Diesmal ging er an den Schweden Peter Boerjesson für sein Drehbuch für einen Spielfilm: “Für mein Projekt hat das einen riesigen Einfluss, dank der vielen Aufmerksamkeit, die ihm jetzt gewidmet wird. Das ist perfekt – und ich kann das gut gebrauchen, denn es ist kein Massenprojekt, kein kommerzielles Projekt. “

Die Förderung trägt ihre Früchte: Mehrere Filme aus dem MEDIA-Programm der EU haben es dieses Jahr bis nach Cannes geschafft – die neuen Streifen von Dominik Moll, Michael Haneke oder Lars von Trier zum Beispiel.