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Russische Steuerbehörden nehmen Stromriesen UES ins Visier

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Russische Steuerbehörden nehmen Stromriesen UES ins Visier

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Vor dem Hintergrund des Chodorkowsky-Prozesses haben die russischen Steuerbehörden den Strommonopolisten UES ins Visier genommen. Wie der Konzern mitteilte, fordert der Fiskus Steuernachzahlungen aus den vergangenen vier Jahren von rund 100 Millionen Euro.

Dies sei offenbar das Ergebnis einer umfangreichen Prüfung von UES durch das Finanzamt. Dagegen war der Stromriese vergeblich gerichtlich vorgegangen. Die jüngste Beschwerde war im März abgewiesen worden. Russischen Medienberichten zufolge erhielt kürzlich auch der Ölkonzern Sibneft eine Aufforderung, Steuern in Milliardenhöhe nachzuzahlen. Allerdings habe dieses Verfahren in einem außergerichtlichen Vergleich und einer Zahlung von 240 Millionen Euro geendet. Ebenfalls im Visier der Steuerbehörden: die Betreibergesellschaft des Moskauer Flughafens Scheremetjewo. Für 2001 soll das Unternehmen knapp acht Millionen Euro nachzahlen. Dieser Bescheid kam nur wenige Tage nach einer Rede Präsident Vladimir Putins, in der dieser die Finanzämter aufgefordert hatte, die Wirtschaft nicht zu – so wörtlich – terrorisieren.