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Urteilsverkündung gegen Ex-Yukos Chef geht morgen weiter

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Urteilsverkündung gegen Ex-Yukos Chef geht morgen weiter

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In Moskau ist die Urteilsverkündung gegen den russischen Ölunternehmer Michail Chodorkowski am Dienstagvormittag überraschend abgebrochen und auf morgen verlegt worden. Prozessbeobachter halten es für denkbar, dass der frühere Yukos-Chef in allen sieben Anklagepunkten für schuldig befunden werden könnte.

Heute wurden Chodorkowski und seinem mitangeklagter Geschäftspartner Platon Lebedjew erneut Steuerhinterziehung vorgeworfen. Die Schadenssumme für den russischen Staat aus den Jahren 1999 und 2000 bezifferte das Gericht auf umgerechnet 470 Millionen Euro. Nachdem es gestern vor dem Moskauer Gerichtsgebäude zu Tumulten gekommen war, sperrte die Polizei das Gebäude dieses Mal weiträumig ab. Gestern hatten mehrere hundert Menschen gegen den Prozess demonstriert. Dem 41-jährigen Ex-Chef des Ölkonzerns Yukos drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis und die Beschlagnahme seines privaten Vermögens. Das Strafmaß wird möglicherweise erst Ende der Woche verkündet.