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Euro-Zinsen unter Druck: Rezessionsängste nach Rückgang der Industrieproduktion

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Euro-Zinsen unter Druck: Rezessionsängste nach Rückgang der Industrieproduktion

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Negative Konjunkturdaten aus der Eurozone haben den Druck auf die Europäische Zentralbank erhöht, die Leitzinsen weiter zu senken. So interpretierten Analysten die schwächeren Zahlen der Industrieproduktion. Die EZB hälit sich dagegen zurück. Die Ratssitzung am Donnerstag ging ohne eine Erklärung zur Geldpolitik zu Ende.

Allerdings hatte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet erst kürzlich darauf hingewiesen, dass die Leitzinsen in der Eurozone mit zwei Prozent bereits auf einem historisch niedrigen Stand sind. Die Zentralbank werde mittelfristige Risiken für die Preisstabilität genauestens beobachten. Auf diesem Stand sind die Leitzinsen seit Mitte 2003. Durch diese expansive Geldpolitik soll die Inflationsrate nicht viel höher sein als zwei Prozent. In diesem Jahr wird die Teuerung nach EZB-Prognosen auf diesem Niveau eigedämmt werden, vielleicht sogar etwas darunter liegen. Finanzanalysten sehen indes eher Rezessions- als Inflationsgefahren. Besonders nach beunruhigenden Nachrichten aus der Industrie. So ging nach Angaben des Statistikamtes Eurostat die Produktion in der Eurozone im März zum zweiten Mal hintereinander zurück. Und zwar im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent, im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent. EZB und EU-Kommission erwarten, dass sich das Gesamtwachstum in der Eurozone 2005 auf 1,6 Prozent verlangsamt.