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Schröder, Chirac und Kwasniewski in Nancy zusammengetroffen

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Schröder, Chirac und Kwasniewski in Nancy zusammengetroffen

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In Nancy sind der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder, Frankreichs Präsident Jacques Chirac und der polnische Präsident Aleksander Kwasniewski zusammengekommen. Zehn Tage vor dem französischen Referendum zur EU-Verfassung wollten sie dort ihre Europa-Politik abstimmen. Chirac empfing seine Gäste an historischem Ort: der zum Weltkulturerbe zählenden Place Stanislas. Chirac erhofft sich von dem Gipfeltreffen der im sogenannten Weimarer Dreieck verbundenen Staaten ein starkes Signal für ein positives Ergebnis bei der Volksabstimmung am 29. Mai.

Das lothringische Nancy gilt als Drehpunkt der deutsch-französischen Geschichte. Gerhard Schröder forderte die Franzosen auf, die anderen Europäer – so wörtlich – “in punkto Verfassung nicht alleine zu lassen”. Er verwies auf die herausragende Bedeutung Frankreichs im Einigungsprozess Europas. Die europäischen Ideen seien nach dem Krieg dort entwickelt worden. Außerdem ging es in Nancy um den nächsten EU-Haushalt von 2007 bis 2013. Die drei Politiker konnten sich jedoch nicht auf eine gemeinsame Position zu dessen Höhe und der Höhe der Hilfen für Polen einigen. Kwasniewski forderte für sein Land genauso viele Hilfen wie für Spanien. Das hätte eine Erhöhung des Budgets zur Folge. Schröder und Chirac lehnen das ab.