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Spanisches Wirtschaftswachstum 2001 bis 2004 höher als angenommen

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Spanisches Wirtschaftswachstum 2001 bis 2004 höher als angenommen

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Die Wirtschaft Spaniens hat sich in den vergangenen vier Jahren besser entwickelt als zunächst angenommen. Wie das nationale Statistikamt mitteilte, betrug etwa der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im vorigen Jahr 3,1 Prozent. Ursprünglich waren 0,4 Prozentpunkte weniger errechnet worden.

Staatssekretär David Vergara vom Madrider Wirtschaftsministerium beurteilte die spanischen Wachstumsbedingungen positiv. In den vergangenen Jahren habe es mehr Beschäftigung und Investitionen gegeben. Allerdings sei die Produktivität gleich geblieben. Die revidierten Zahlen, vor allem für 2004, seien beachtlich. Die Änderung der Angaben ist laut Statistikbehörde auf eine Aktualisierung der Berechnungsgrundlage zurückzuführen. Dadurch gehört Spanien zu den EU-Staaten mit den höchsten Wachstumsraten. Für das laufende Jahr erwartet der Internationale Währungsfonds eine um 2,8 Prozent stärkere Wirtschaftsleistung. Für die Eurozone insgesamt rechnet der IWF mit einem Wachstum von nur 1,6 Prozent. Den Hauptgrund für den wirtschaftlichen Boom Spaniens sehen Experten indes in der deutlichen Zunahme der Bevölkerungszahl. Offiziellen Erhebungen zufolge hatte das Land Anfang des Jahres 44 Millionen Einwohner – zehn Prozent mehr als noch in der Volkszählung von 1991 ermittelt. Dies bedeutet höhere Verbraucherausgaben und eine stärkere Binnennachfrage.