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EU droht Kuba mit Sanktionen

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EU droht Kuba mit Sanktionen

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Die europäische Union hat Kuba nach der Ausweisung europäischer Parlamentarier mit erneuten Sanktionen gedroht. Der EU Ministerrat könne diese bereits im Juni verhängen, wenn er mit der Lage der Demokratie und Menschenrechte im Land nicht zufrieden sei, sagte ein Sprecher der EU- Kommission. Direkt vor ihrer Teilnahme am ersten größeren Treffen kubanischer Dissidenten seit 1966 mussten mehrere Politiker und Journalisten das Land verlassen, zwei Parlamentariern aus Polen wurde die Einreise verweigert. Die Organisatoren der Konferenz sprachen dennoch von einem Erfolg, und das obwohl mehrere wichtige Gruppen an dem Treffen nicht teilnahmen. Fidel Castro nannte die Dissidenten von den USA bezahlte Söldner, denen es lediglich um die Destabilisierung Kubas und Subversion gehe. Bei einer Gegenveranstaltung versuchte er, von dem Kongress abzulenken. So erzählte Castro, er habe 1997 dem Schriftsteller Gabriel Garcia Marquez einen Brief an Bill Clinton mitgegeben. Darin habe er dem damaligen amerikanischen Präsidenten mitgeteilt, wer die Attentate gegen ihn in Kuba zu verantworten habe und Clinton um Hilfe gebeten, da sich die betreffenden Personen in den USA aufhalten würden.