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Schröder will personenbezogenen Wahlkampf machen

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Schröder will personenbezogenen Wahlkampf machen

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Die deutschen Sozialdemokraten wollen offenbar ohne klare Koalitionsaussage in den anstehenden Wahlkampf gehen. Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte in einem Interview mit der Wochenzeitung “Die ZEIT”: Jede Partei versuche bei den vorgezogenen Bundestagswahlen, das größtmögliche Maß an Wählerstimmen gegen jeden anderen Konkurrenten zu gewinnen. Er kündigte einen sehr personenbezogenen Wahlkampf an.

Eher schlechte Nachrichten also für den bisherigen Koalitionspartner, die Grünen, und ihren durch die Visa-Affäre politisch geschwächten Spitzenkandidaten Joschka Fischer. Der Außenminister betonte, er zähle auf den Zusammenhalt seiner Partei. Die Vorsitzende der konservativen CDU, Angela Merkel, wird aller Voraussicht nach am kommenden Montag zur Kanzlerkandidatin der Union gekürt werden.

Sie sprach sich für den Fall eines Wahlsieges klar für eine Koalition mit den Liberalen aus. In Blitzumfragen lag die Union mit 46 Prozent der Wählerstimmen deutlich vor den Sozialdemokraten. Am 1. Juli will Bundeskanzler Schröder dem Bundestag die Vertrauensfrage stellen und damit scheitern. So wäre der Weg für die Neuwahlen frei, die vermutlich am 18. September stattfinden.