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Ägypter stimmen über Verfassung ab

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Ägypter stimmen über Verfassung ab

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Die Ägypter stimmen an diesem Mittwoch über eine Änderung ihrer Verfassung ab. Als einer der ersten gaben Präsident Husni Mubarak und seine Frau Suzanne ihre Stimmen ab. Im Laufe des Tages zeichnete sich eine geringe Wahlbeteiligung ab. In dem umstrittenen Referendum geht es um die Reform des Artikels 76 der ägyptischen Verfassung. Seit seiner Wahl im Jahr 1981 lässt sich Mubarak alle sechs Jahre nur mehr vom Volk im Amt bestätigen. Jetzt sollen mehrere Kandidaten bei den Präsidentenwahlen zugelassen werden.

In Kairo demonstrierten zahlreiche Menschen sowohl für als auch gegen die Verfassungsänderung. Vor allem dem oppositionellen Kifaja-Bündnis aus Islamisten, Linken und Liberalen geht die Reform nicht weit genug. Mehrere Anhänger der Bewegung wurden festgenommen. Als stärkste Oppositionskraft in Ägypten gilt jedoch die illegale Muslimbruderschaft. Sie kritisiert, dass unabhängige Kandidaten demnächst die Unterstützung von mindestens 65 der insgesamt 444 Abgeordneten des ägyptischen Parlaments brauchen. Allein 400 davon gehören allerdings der regierenden Nationaldemokratischen Partei Mubaraks an.