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Stromausfall in Moskau: Putin kritisiert Stromversorger

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Stromausfall in Moskau: Putin kritisiert Stromversorger

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Der schwere Stromausfall in Moskau am Mittwoch ruft nun auch die Politik auf den Plan. Stundenlang herrschte in der russischen Hauptstadt das Chaos. Hunderte Ampeln fielen aus, der Verkehr brach zusammen. 20.000 Passagiere saßen in U-Bahn-Waggons fest und mussten von Einsatzkräften befreit werden. Insgesamt legte der schwerste Stromausfall in der Geschichte der Metropole 15 Stadtteile lahm.

Ursache war ein Kurzschluss in einem technisch veralteten Umspannwerk – einen Terroranschlag schloss die russische Regierung definitiv aus. Präsident Wladimir Putin, der erst mit Verspätung zu einer Dienstreise nach Südrussland aufbrechen konnte, machte den staatlichen Stromversorger RAO EES verantwortlich. “Die Ursachen sind technischer Natur, aber das ist nicht alles, sagte Putin. “Wir müssen sowohl dem Top- als auch dem mittleren Management bei RAO EES Nachlässigkeit vorwerfen.” Die Moskauer Verkehrsbetriebe setzten 1000 Busse ein, um den Ausfall von fünf U-Bahn-Linien auszugleichen. In Krankenhäusern mussten selbst dringende Operationen verschoben werden. Nach Auskunft der Regierung gab es jedoch keine Todesfälle in Folge des Stromausfalls. Mehr als 1500 Moskauer blieben in Aufzügen stecken. Vielerorts brach die Trinkwasserversorgung zusammen, weil die Pumpstationen nicht funktionierten. In Einkaufszentren fielen die Kühlregale aus – Tonnen von Lebensmitteln drohten zu verderben. Glück hatten in dem Chaos nur die Fahrradfahrer – sie kamen als einzige in Moskau voran.