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Eklat nach Festnahme von Batasuna-Führer in Spanien

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Eklat nach Festnahme von Batasuna-Führer in Spanien

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In ganz Spanien hat die Inhaftierung des Führers der verbotenen baskischen Partei Batasuna für Aufsehen gesorgt. Arnaldo Otegi wurde gestern in Untersuchungshaft genommen und darf das Gefängnis nur gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 400.000 Euro verlassen. Die Partei Otegis wirft der spanischen Regierung vor, die Verhaftung aus politischen Gründen angeordnet zu haben. Ein Batasuna-Sprecher erklärte, damit habe die Regierung die Tür zu möglichen Friedensverhandlungen zugeschlagen.

Die regierende Sozialistische Partei verteidigte die Festnahme Otegis als einen weiterer Schritt, dem Terror der ETA ein Ende zu setzen. Das Gericht ordnete die Verhaftung wenige Stunden nach der Explosion einer Autobombe in Madrid an, bei der am Mittwoch in einem Wohn- und Gewerbegebiet 52 Menschen verletzt wurden. Kurz vor der Detonation hatte ein Anrufer bei einer baskischen Tageszeitung im Namen der ETA vor der Bombe gewarnt. Vor einer Woche hatte das spanische Parlament Pläne der Regierung gebilligt, nach einem Gewaltverzicht mit der ETA Verhandlungen aufzunehmen.