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EU-Verfassung: Letzte Appelle vor der Volksabstimmung in Frankreich

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EU-Verfassung: Letzte Appelle vor der Volksabstimmung in Frankreich

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Zwei Tage vor der Volksabstimmung über die EU-Verfassung in Frankreich versuchen die Befürworter den überwiegend ablehnenden Trend im Land umzukehren.

Jüngsten Umfragen zufolge werden 55 Prozent der Franzosen am Sonntag mit “Nein” stimmen. Nach dem Vorbild der gestrigen Fernsehansprache von Präsident Jacques Chirac appellierten linke wie rechte Befürworter an die Franzosen, der historischen Dimension ihrer Entscheidung gerecht zu werden: “Am Sonntag geht es um Europa und die Zukunft Frankreichs in diesem Europa. Dies ist eine historische Verantwortung, die jeden von uns in die Pflicht nimmt. Lasst uns mit Selbstvertrauen für ein starkes Frankreich eintreten.” Chirac hatte in seiner Ansprache versprochen, der Politik einen neuen Impuls für mehr Solidarität und Dynamik zu geben. Beobachter werten dies als einen Hinweis auf eine mögliche Ablösung des glücklosen Premierministers Jean-Pierre Raffarin. Innenminister Dominique de Villepin hatte sich jüngst mit der Forderung nach einem neuen Impuls als Nachfolger Raffarins in die Diskussion gebracht. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder und Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero werden heute ein letztes Mal auf der Seite der sozialistischen Befürworter in die französische Kampagne eingreifen. Der frühere Parteichef der deutschen Sozialdemokraten, Oskar Lafontaine, tritt in Paris für das “Nein” ein.