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EU/China: Einigungsversuch im Textilstreit

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EU/China: Einigungsversuch im Textilstreit

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Die Europäische Union und China haben sich auf die Begrenzung chinesischer Textilimporte in die EU geeinigt. Das Abkommen gilt bis Ende 2008. EU-Handelskommissar Peter Mandelson erklärte, die Vereinbarung sei ein faires Geschäft für China und gewähre der Textilindustrie in Europa und den Entwicklungsländern eine dringend benötigte Atempause. Mandelson und Chinas Handelsminister Bo Xilai waren zu Gesprächen in Schanghai zusammengetroffen, um die drohende Verhängung europäischer Importquoten auf chinesische Textilien abzuwenden. Europäische Textil-Konzerne fordern seit längerem Beschränkungen für Billigimporte aus China, weil sie einen fairen Wettbewerb angesichts staatlicher Subventionen, niedriger Lohnkosten und Markenpiraterie für unmöglich erachten.

Seit dem Wegfall der offiziellen Handelsquoten zu Jahresbeginn sind die chinesischen Textillieferungen in die Europäische Union und die USA sprunghaft angestiegen. Die USA hatten Sanktionen gegen sieben chinesische Textilprodukte verhängt. China kündigte Schritte zur Verteidigung seiner Textilindustrie an, die 19 Millionen Menschen beschäftigt und mehr als 16 Prozent der Exporte des Landes im vergangenen Jahr ausmachte. China werde seine legitimen Rechte im Einklang mit den Vorschriften der Welthandelsorganisation wahren, teilte Handelsminister Bo mit.