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USA: Spätes Urteil gegen Klan-Mörder

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USA: Spätes Urteil gegen Klan-Mörder

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41 Jahre nach der Ermordung von drei Bürgerrechtlern ist in den USA ein ehemaliges Klu-Klux-Klan-Mitglied wegen Totschlags schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen in Philadelphia im US-Bundesstaat Mississippi fanden den 80-jährigen Edgar Ray Killen in drei Anklagepunkten des Totschlages für schuldig, sprachen ihn aber von den schwerwiegenderen Anklagepunkten “des vorsätzlich begangenen Mordes” frei. Ray hatte bereits in den sechziger Jahren in der Angelegenheit wegen Bürgerrechtsvergehen vor Gericht gestanden. Die damaligen Geschworenen konnte sich aber über seine Schuld nicht einigen. Er blieb deshalb auf freiem Fuß.

Sieben Mitangeklagte wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Das Klu-Klux-Klan-Mitglied Killen war angeklagt, die Ermordung zweier Weißer und eines Schwarzen angestiftet zu haben. Die Bürgerrechtler hatten in Philadelphia Wähler registrieren wollen. Die Bluttat war einer der Wendepunkte in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und wurde durch den Film “Mississippi Burning” von 1988 weltweit bekannt.