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Europa: Anti-Hitze-Programme

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Europa: Anti-Hitze-Programme

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Ganz Europa stöhnt unter der ersten großen Hitzewelle in diesem Sommer. Das Thermometer überschritt auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz die 30 Grad Marke.

Die französische und auch die belgische Regierung stellten unterdessen ihre Notstandsprogramme “Sommerhitze” vor. Der Anti-Hitze-Plan hat zum Ziel, ein Massensterben in der Bevölkerung zu verhindern. Im August 2003 fielen in Frankreich 15.000 vorwiegend alte und gebrechliche Menschen der großen Hitze sowie der Unaufmerksamkeit von Nachbarn und Behörden zum Opfer. Europaweit kamen schätzungsweise 30.000 Menschen ums Leben. Auch wenn die Vorstellung des Notstandsplans seit langem geplant war, verleiht die aktuelle Hitzewelle in Europa dem Thema zusätzliches Gewicht. In weiten Teilen Frankreichs liegen Flußläufe bereits trocken. Sollten die Pegel weiter sinken drohen den 58 Kernkraftwerken in Frankreich Kühlwassermangel. Im Hitzesommer 2003 hatte es in einigen Atomkraftwerken Engpässe bei der Kühlung gegeben. Die Betreibergesellschaft EDF erklärte, man habe mit neuen Rückhaltebecken die Konsequenzen aus den Erfahrungen gezogen.Kernkraftgegner behaupten, EDF habe schon vor 2003 angekündigt über genügend Kühlwasser zu verfügen.