Eilmeldung

Eilmeldung

Der erzkonservative Mahmud Ahmadinedschad ist neuer iranischer Präsident.

Sie lesen gerade:

Der erzkonservative Mahmud Ahmadinedschad ist neuer iranischer Präsident.

Schriftgrösse Aa Aa

Das gab das Innenministerium bekannt. Der bisherige Bürgermeister Teherans und frühere Revolutionswächter ist der Überraschungssieger. Vor dem ersten Wahlgang vor einer Woche war Ahmadinedschad selbst im Iran eher ein Unbekannter.

Als Favorit galt der moderate Ex-Präsident Haschemi Rafsandschani. Dem gewieften Taktiker und erfahrenen Politiker trauten viele Iraner trotz Kritik zu, das Land langsam zu öffnen, mehr für die Gleichberechtigung zu tun und die Beziehungen zum Westen zu verbessern. Hatte er seine Unterstützer am Schluss im Reformlager, in der Wirtschaft und bei der gebildeten Jugend, konnte Ahmadinedschad auf die armen und tiefgläubigen Iraner setzen. Seine Pressekonferenzen begann er stets mit einer langen Koranlesung. Im Wahlkampf versprach er die Bekämpfung der Korruption und schoss scharf gegen die USA. Nach dem Sieg Ahmadinedschads im ersten Wahlgang hielten sich hartnäckig Gerüchte über Unregelmäßigkeiten Trotz Berichten über lange Warteschlangen vor den Wahllokalen beteiligten sich nur knapp die Hälfte der 47 Millionen Wahlberechtigten an der Stichwahl. Vor einer Woche hatten noch 63 Prozent ihre Stimme abgegeben. Wie im ersten Wahlgang waren auch dieses Mal die Öffnungszeiten der Wahllokale mehrfach verlängert worden.