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Ermittlungen gegen Beamte der EU-Kommission

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Ermittlungen gegen Beamte der EU-Kommission

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Wegen Verdachts auf Insiderhandel um das französische Unternehmen Pechiney hat die Pariser Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet. Sieben Mitarbeiter der Europäischen Kommission in Brüssel sollen durch entsprechende Geschäfte in der Metallbranche 5 Millionen Euro verdient haben. Kurz vor der feindlichen Übernahme des französischen Aluminiumkonzerns Pechiney durch seinen kanadischen Konkurrenten Alcan im Juli 2003 hatten die Beamten elf Millionen Pechiney-Aktien erworben. Der Kauf erfolgte unmittelbar nachdem der Konzern die EU-Kommission über die Fusion unterrichtet hatte.

Die Pariser Börsenaufsicht AMF war auf den Insiderhandel aufmerksam geworden und hatte neben der Staatsanwaltschaft auch die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAf eingeschaltet. In der EU-Kommission reagierte man bisher gelassen: Zurzeit gebe es keinen Anlass zu glauben, dass Kommissionsbeamte in diese Insidergeschäfte verwickelt seien. Die Vorwürfe seien nicht stichhaltig, so ein Sprecher. In der EU-Wettbewerbsbehörde gab es bisher keinen einzigen Fall von Insidergeschäften.