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Parlamentswahlen in Bulgarien: Umfragen sehen Sozialisten vorn

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Parlamentswahlen in Bulgarien: Umfragen sehen Sozialisten vorn

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In Bulgarien haben am Samstag morgen die Parlamentswahlen begonnen. Rund 6,7 Millionen Menschen sind wahlberechtigt – sie entscheiden darüber, wer das Land im Jahr 2007 in die EU führen könnte. Es ist der sechste Urnengang seit dem Ende des Kommunismus in Bulgarien. Insgesamt bewerben sich 22 Parteien und Bündnisse um die 240 Parlamentssitze.

Die letzte Wahl im Jahr 2001 hatte die Nationale Bewegung des Ex-Königs und nunmehrigen Ministerpräsidenten Simeon Sakskoburggotski klar gewonnen. Diesmal allerdings sagen Umfragen den oppositionellen Sozialisten unter ihrem jungen Anführer Sergej Stanisev einen Wahlsieg voraus. Stanisev versprach im Wahlkampf eine Erhöhung der staatlichen Einkommen um 20 Prozent sowie die Schaffung von mehr als 200.000 neuen Arbeitsplätzen. Außerdem will er die 450 bulgarischen Soldaten im Irak umgehend abziehen. Schlecht sieht es hingegen für Ministerpräsident Sakskoburggortski aus. Laut den Umfragen kommt seine Partei nur mehr auf 22 Prozent – und das obwohl der Ex-König auf ein konstantes Wirtschaftswachstum sowie die Senkung der Arbeitslosigkeit verweisen kann. Die Lebensbedingungen für die Bevölkerung sind allerdings nach wie vor schlecht. Der Durchschnittslohn beträgt nur 150 Euro im Monat. Damit gehören die Bulgaren zu den ärmsten Völkern Europas.