Eilmeldung

Eilmeldung

Sechs Monate nach Tsunami-Katastrophe: Gedenken an Opfer und Vermisste

Sie lesen gerade:

Sechs Monate nach Tsunami-Katastrophe: Gedenken an Opfer und Vermisste

Schriftgrösse Aa Aa

Ein halbes Jahr nach der Tsunami-Katastrophe in Indonesien sind die Auswirkungen immer noch spürbar. Die Flutwelle zerstörte ganze Landstriche in Thailand, Indien oder auf den Malediven. Mehr als 220.000 Menschen aus 50 Nationen starben, 1,8 Millionen Einheimische verloren ihr Dach über dem Kopf. Inzwischen laufen die Aufbauarbeiten auf Hochtouren, aber noch immer sind Hunderttausende Menschen obdachlos; trotz großzügiger Finanzierungszusagen aus dem Westen. So versprach allein die US-Regierung umgerechnet mehr als 700 Millionen Euro, Deutschland sagte Finanzhilfen von fast 500 Millionen Euro zu. Dazu kommen private Spenden in Milliardenhöhe. Die Urlauber haben sich in der Region wieder eingefunden – aber viele von ihnen sind noch immer auf der Suche nach ihren Angehörigen: “Unsere Tochter ist seit sechs Monaten verschwunden”, erzählt ein deutscher Tourist. “Wir haben keine Beweise dafür, dass sie tot ist, andererseits haben viele Leute sie gesehen. Aber niemand will uns helfen.” Die thailändischen Behörden würden sich stur stellen, von der deutschen Behörden habe er gar nichts mehr gehört. Viele Menschen aus der Region, aber auch aus anderen Ländern, haben in Thailand und anderen betroffenen Gegenden der Opfer der Flutkatastrophe gedacht. In Gebeten erinnerten sie nicht nur an die zahlreichen Toten, sondern auch an jene 90.000 Menschen, die noch immer vermisst werden.