Eilmeldung

Eilmeldung

EU will Taten der neuen Führung in Teheran abwarten

Sie lesen gerade:

EU will Taten der neuen Führung in Teheran abwarten

Schriftgrösse Aa Aa

Die Europäische Union reagierte zunächst verhalten auf die Wahl des neuen, ultrakonservativen iranischen Präsidenten, Mahmud Ahmadinedschad. Von Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner hieß es, man müsse abwarten, was der Iran mache. Zurückhaltung auch bei Javier Solana, dem Außen- und Sicherheitsbeauftragten der EU: Man müsse abwarten, wie die Worte in Taten umgesetzt würden. Auch äußerte er Bedenken über den Verlauf der Wahl. Worauf man sich jedoch zur Zeit am meisten konzentriert ist die Frage, was der Iran im Zusammenhang mit seinem umstrittenen Atomprogramm unternehmen wird. Nichts, aber auch gar nichts werde hingenommen, was nicht in der Vereinbarung von Paris enthalten sei, so Solana, der diesbezüglich eine klare Position vertrat und Unnachgiebigkeit demonstrierte. Aus Teheran hatte es bereits am Sonntag dazu geheißen, die Verhandlungen mit der EU würden unverändert fortgesetzt. Auch der britische Premierminister Tony Blair ließ es an Deutlichkeit nicht fehlen: Der Iran müsse die eingegangenen Verpflichtungen einhalten. Glaube der neue Präsident, man würde an der einen oder anderen Stelle nachgeben, so mache er einen Fehler. Ahmadinedschad sagte, er erwarte, dass Deutschland, Großbritannien und Frankreich ihre Versprechungen erfüllen. Im Gegenzug zu einem Verzicht der Iraner auf die Anreicherung von Uran wollen die Europäer Teheran intensive politische und wirtschaftliche Beziehungen anbieten.